Uwe Reinsch    Holzbau   Zimmerei   Oldenburg  
Rastede

 


 Abbund, Verzimmern, Zuschnitt  

 

Der Begriff Abbund stammt aus dem Zimmerhandwerk.

Abbinden ist das maßgerechte Anreißen, Bearbeiten und Kennzeichnen von Schnitt- und Rundholz für Tragwerke .  Im weitesten Sinne gehören Dachausmittlung und Schiftung dazu. Man unterscheidet den traditionellen, den zeichnerischen, den rechnerischen und den computergestützten Abbund. Alle Verfahren bauen aufeinander auf und werden in der Praxis oft kombiniert. Das Ausarbeiten der Hölzer erfolgt mit Zimmererwerkzeug, großen Handmaschinen, stationären Zimmereimaschinen oder CNC-gesteuerte Abbundstraßen, meist auf einem Abbundplatz oder einer Abbundhalle der Zimmerei, kann aber auch vor Ort auf der Baustelle erfolgen.Was eher bei kleinen Projekten gemacht wird. 

Im traditionellen Abbund werden über einen Schnürboden, auch  Aufriss genannt (eine vereinfachte Zeichnung in Maßstab 1:1), alle Maße und Winkel durch direktes Auflegen der Hölzer ermittelt und angerissen. Hier ist auch der Vorteil: man kann rundes, krummes oder verdrehtes Holz verwenden. Angerissen werden Ab- und Einschnitte, Zapfen, Zapfenlöcher, die Lage von Achsen, Schrägen, Wänden und Einbauteilen durch Anrisszeichen (überlieferte Zeichen wie zum Beispiel Bundzeichen, Abschnitt, Mauer- oder Kantenriss, Mittel- bzw. Achsriss. Nach dem Ausarbeiten wird das fertige Bauteil im Schnürboden probehalber zusammengelegt, auf Maßhaltigkeit überprüft, abgebohrt (bohren der Löcher für Holznägel bei Zapfenverbindungen) und durch Anbringen der Abbundzeichen ,Nummerierung für das Richten vorbereitet.heute wird diese Art des Abbunds kaum noch angewendet, da der Zeitaufwand deutlich größer ist als bei anderen Abbund-techniken. 

 

Beim zeichnerischen Abbund wird der Schnürboden maßstäblich verkleinert (1:10 oder 1:5) und auf einer Holzplatte aufgezeichnet. Alle zum Anreißen nötigen Maße werden gemessen und hochgerechnet, Winkel werden mit Schmiegen oder Schablone übernommen und auf das Holz übertragen. Zur Kontrolle können die ausgearbeiteten Hölzer probehalber zusammengelegt und resultierende Maße (zum Beispiel die Gesamtlänge oder -höhe) genommen und mit der Zeichnung verglichen werden. 

 

Der rechnerische Abbund basiert auf der Tatsache, dass alles, was man zeichnen, auch rechnen kann. Es werden alle Maße und Winkel errechnet, über eine maßstäbliche Zeichnung kontrolliert und über Anreißhilfen (zum Beispiel Alpha-Winkel) auf das Holz übertragen. Auch können Maschinenwinkel und Schnitttiefen errechnet werden. Diese Methode wird eher selten angewand, da hier die gefahr eines Rechenfehlers oder Tippfehlers der unbemerkt bleibt deutlich höher ist als beim zeichnerischen Abbund. 

 

Im computergestützten Abbund wird die Konstruktion von Bauteilen und Baugruppen in speziellen Programmen, den Abbundprogrammen, vorgenommen. Die Ausgabe des Ergebnisses erfolgt als Druck, in dem alle Maße und Winkel aufgeführt sind, das Anreißen und Ausarbeiten erfolgt wie beim rechnerischen Abbund, oder in CNC-Anlagen, Abbundstraßen.Der Nachteil beim Zuschnitt in Abbundanlagen besteht im fehlen der Handarbeit.Während beim Zuschnitt mit Handmaschienen auf den Wuchs und die Krümmung des Holzes geachtet wird ,um bei späteren arbeiten des Holzes eine einheitliche Holzverwerfung und vermeidung von Rissbildungen im Innenbereich des Trockenbaus zu vermeiden , wird in den Abbundstraßen die Maschiene meißt von einem angelernten Handlanger ohne beachtung dieser Kriterien befüttert. 

Aufgrund der Zeitersparnis setzt sich die am Comuter erstellte Abbundzeichnung sehr schnell durch. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, das die Programme meistens auch gleich die kompletten Holzlisten, Dachflächen und andere Maße und Tabbellen die für die Bestellung und Abrechnung benötigt werden erstellen kann.  

 

 

Zimmerei, Abbund, Sparrenprofiel, Holzbau
Sparrenprofiel einer Zeichnung mit Abbundprogramm

 

 

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